photokina Newsletter

Liebe Newsletter-Leser!

Einmal mehr blickt die ganze Fotowelt nach Köln wo diese Woche die photokina stattfindet. Vorbei sind die Zeiten, zu denen Neuheiten nur exakt auf dieses Datum hin vorgestellt worden sind. Die Hersteller warten heute nicht mehr auf die Messe sondern kündigen Aktuelles nach ihrem eigenen Zeitplan an. Gleichwohl gibt es dieses Jahr einige Highlights, von denen man noch Tage vorher nichts wusste oder auf vage Spekulationen angewiesen war – so z.B. die neue Canon EOS 5 Mark II und Photoshop CS4 und Elements 7.

Traditionsgemäss besuchte Schulleiter Hans R. Kunz auch diesmal die Messe und informiert nachfolgend im „Mail aus Köln“ über Sehens- und Wissenswertes.
 


Ein neues Fotoformat

Wenn Panasonic mit der Lumix G1 eine neue Kamera-Generation ankündigt und verspricht, die Merkmale einer Reflex beizubehalten und gleichwohl bei der Grösse der Kamera mächtig abzuspecken – dann stösst das auf Interesse. Wenn man die G1 erstmals in der Hand hat besticht sie tatsächlich durch ihr Handlichkeit. Erfreulich: im Innern der Kamera werkelt ein Bildsensor, der gleichgross (oder klein?) ist wie der bis jetzt vor allem von Olympus favorisierte Four-Thirds Standard. Also wird daraus auch wohl eine gleichgute Bildqualität resultieren. Und wir freuen uns, dass neu diesmal nicht automatisch auch schlechter heisst – bleibt doch bei den ganz kleinen Compact-Kameras die Qualität häufig auf der Strecke. Eine Reflex ohne Spiegel; so wurde die Kamera angekündigt. Fazit: im Sucher schaue ich auf einen kleinen Monitor und nicht direkt durchs Objektiv! Und dass dies einfach weniger gut sein muss versteht sich von selbst. Also: wer wirklich vor dem Auslösen eine perfekte Kontrolle über sein Bild haben will bleibt bei der althergebrachten Konstruktion mit Spiegel. Vorderhand mindestens.
Link -> Panasonic Lumix G1
 


Lange ersehnt – die Canon EOS 5D Mark II

Vollformat-Sensoren bringen bei schlechten Lichtverhältnissen unbestreitbar Vorteile. Und bei der „alten“ 5D vermisste man so einiges, was in der Kameratechnik mittlerweile Standard ist, zum Beispiel Live-View oder eine wirkungsvolle Sensor-Reinigung. Nun, die neue Mark II erfüllt die Wünsche – und bringt noch einiges mehr dazu. Dass der CMOS Sensor 21 Millionen Bildpunkte auflöst ist toll – für den fotografischen Alltag des Hobbyfotografen wohl aber nicht notwendig. Dank dem neuen DIGIC 4-Prozessor (der auch in der EOS 50D eingesetzt wird) werden neue Funktionen möglich und die ganze Kamera wird schneller. Dass man aber auch Videos mit Full-HD-Auflösung machen kann ist schon erstaunlich. Damit auch der Ton gut mitkommt verfügt die Kamera sogar über einen Mikrophon-Eingang! Eine Giraffe beim Trinken oder eine afrikanische Gesangsgruppe kann man mit bewegten Bildern zweifellos besser festhalten als mit einem Standbild. Und so freue ich mich schon auf erste Videos mit der neuen EOS 5D Mark II. Leider allerdings erst bei meiner übernächsten Namibiareise; Liefertermin für die neue Kamera ist der November.
Link -> Canon EOS 5D Mark_II
 


Nikon D700 – ein tolles Werkzeug für Aufsteiger

Erfreulich an der neuen Kamera von Nikon: Handling und Bedienungselemente gleichen sich weitgehend mit den Modellen D200 und D300. Ich musste am Nikon-Stand zweimal auf die Typenbezeichnung auf dem Gehäuse schauen bis ich sicher war, das neue semi-professionelle Flaggschiff in der Hand zu haben. Man kann also mit der D700 gleich los fotografieren und wird belohnt mit einer aussergewöhnlichen Bildqualität. Wie erwähnt sieht man dies vor allem bei wenig Licht und den hohen ISO-Werten. Während dem man vor zwei Jahren noch voll auf den APS-C Sensor mit etwa halber Kleinbildgrösse setzte geht es nun auch bei Nikon rasant vorwärts mit dem vollen KB-Format. Also Achtung: wer in Zukunft Objektive anschafft muss sich bewusst sein darüber, dass die nur für den kleinen Sensor gebauten Objektive an den Vollformatern nicht richtig zum Einsatz kommen. Das gilt natürlich auch bei Canon und Sony und deren grossen Sensoren!
Link -> Nikon Übersicht

Entwarnung: Elements 7 kommt in bewährter Form

Ob es für den Heimanwender Sinn macht, seine Software zur Bildbearbeitung jährlich zu ersetzen, mag fraglich sein. Schön ist es, wenn Bewährtes beibehalten wird. Bald kommt nämlich eine neue Version von Photoshop Elements in die Läden. Die Version 7 bringt einige neue Funktionen – so z.B. etwas in der Richtung des lange ersehnte Maskierungs-Modus, mit welchem man nun selektiver auswählen, verbessern und retuschieren kann. Ein anderes heisses Tool erlaubt es nun, bei Aufnahmen beispielsweise vor einer Sehenswürdigkeit mehrere Fotos aus der Hand zu machen und dann die bewegten Bildteile – das sind logischerweise dann eben die Leute, die mir vor der Linse durch marschiert sind – mit einfachen Mausklicks zum Verschwinden zu bringen. Bei Adobe stehen die Leute dicht gedrängt am Stand – vor allem wenn man gerade an demjenigen Messetag dort vorbeigeht, an dem die neuen Programme mit den Stars wie Photoshop in der Vollversion sowie weitere Tools aus der Serie CS4 vorgestellt werden. Deshalb war es mir noch nicht möglich, genauere Infos über die Veränderungen zu erhalten. Um so mehr, als am Messestand noch eine Beta-Version in Englisch vorgeführt wird welche hin und wieder auch mal abstürzt.... Aber bis zur Lieferung Ende Jahr wird das wohl vorbei sein. Und an meinen Photoshop-Kursen erfährt man bald mehr über die neuen Features.
Link -> www.adobe.com/de/products/photoshopelwin

Fotos finden – Fotos lokalisieren

Zwei interessante Softwareprodukte sind mir aufgefallen – nicht für jedermann nötig, aber noch recht spassig. Geo-Imaging genannt ein Teil und eine Software, mit welcher ich bei jedem meiner Fotos später am Computer nachsehen kann, wo ich es aufgenommen habe. Und zwar nach Strasse, Ort oder auch nach Sehenswürdigkeit in der Umgebung. Wenn ich also plötzlich nicht mehr weiss, wo der Eiffelturm steht....?
Link -> www.jobo.com/web/fileadmin/pdf/flyer/jobo_photo_gps.pdf

ImageSorter von der Fachhochschule für Technik in Berlin sortiert mir einen ganzen Haufen von Fotos nach ihrer Ähnlichkeit. Wähle ich also eine Sonnenblume aus, sucht das Programm in meinem Archiv nach ähnlichen Fotos. Und das geht erstaunlich gut. Wer es also verpasst hat, rechtzeitig seine Bilder korrekt zu archivieren, der bekommt hier ein Tool, welches hilft, Versäumtes nachzuholen.
Link -> imagesorter.softonic.de


SONY Alpha 900 – Highend für Anspruchsvolle

Wer sich von der ersten Alpha her gewöhnt ist oder allenfalls noch von früher aus dem Minolta-Lager kommt (und noch viele gute Objektive von diesem System besitzt) kann gleich mit der Kamera umgehen. Alles ist vertraut und das Handling macht keine Mühe. Ob ich allerdings 24 Millionen Pixel brauche?
Link -> www.sony.ch/lang/de/hub/dslr

Fotobücher ohne Ende – und fast ohne Formatbeschränkung

Sie liegen im Trend – die neuen Fotoalben. Mit einer kostenlosen Software produziert man sein Buch – mehr oder weniger bequem und mit mehr oder weniger Möglichkeiten oder auch Spielereien. Der Profi erwähnt aber immer, dass ein Buch auch eine gewisse Ruhe in der Gestaltung aufweisen sollte. Also nicht auf jeder Seite x-verschiedene Bildformate. Und Computer-Blumen oder -Wolken im Hintergrund sind auch nicht jedermanns Sache. Schön sind die Bücher, welche praktisch auf richtiges Fotopapier gedruckt werden. Sie sind anders zum Anfassen – und die Fotos liegen beispielsweise bei Doppelseiten schön flach. Allerdings hat’s nicht mehr die Haptik eine richtigen Buches aus dem Buchladen. Probieren Sie also aus, bei welchem Hersteller Sie die besten Ergebnisse erhalten. Es ist heute nicht mehr so einfach, einen einzigen Hersteller zu nennen, der alle Wünsche befriedigen kann. Was mir besonders gefällt sind die ganz grossen Formate bis hin zu A3 quer oder 30 x 30 cm! Da werde ich von einer meiner nächsten Reisen bestimmt einen Versuch wagen und die Ergebnisse den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern weitergeben.
 


Lomo – Fotografie hat eine Geschichte

Über dem riesigen Hallenteil der Lomo-Fans (wir erinnern uns: kleine, billige Kameras russischer Herkunft, mit welcher man quasi aus der Hüfte raus und ohne richtige Bildgestaltung viel fotografierte und dann die Bilder zu Galerien zusammen setzte...) prangt die Schlagzeile „The Future is Analogue“. Nun, das wird wohl nicht zutreffend sein, aber dass gewisse Traditionen aufrecht gehalten werden und weiter gehen, ist schön. Und so zeigt die Lomo-Halle vor allem eines: wer mehr fotografiert wird belohnt von oftmals speziellen Bildern. Von Fotos, die eben nur entstehen, wenn man spontan auf den Auslöser drückt. Und natürlich die Kamera mit dabei hat – mit wie viel Millionen Pixeln ist letztlich egal...
Link -> www.lomo.ch

Photoshop Lightroom 2 – nimmt die Angst vor RAW – Dateien!

Vom Preis her nicht gerade ein Schnäppchen für den Amateur; aber wenn man die Vielseitigkeit des neuen Lightroom anschaut, so ist diese doch beeindruckend. Bildkorrekturen ohne das Bild öffnen zu müssen, non-destruktive Veränderungen, die jederzeit rückgängig gemacht werden können. Und neu ein Verlaufs- und Pinsel-Werkzeug, bei welchem man extrem schnell ausgewählte Bildteile heller, farbiger, schärfer und so weiter machen kann. Wer daran denkt, in Zukunft seine Bilder besser zu organisieren und mit Schlagwörtern zu versehen, findet mit diesem aktualisierten Adobe-Programm eine sinnvolle Ergänzung. Photoshop Elements wird aber durch LR nicht ersetzt – Montagen von mehreren Fotos, selektives Ausschneiden, viele Filtereffekte und ein leistungsstarkes Textmodul fehlen bei Lightroom und es macht weiterhin – oder jetzt erst recht – viel Spass, mit dem neuen Elements zu arbeiten. Übrigens passen wir auch unsere Lightroom-Kurs, der demnächst neu im Programm terminiert wird, an die Version 2 an.
Link -> www.adobe.ch

 


Wir freuen uns auf weitere spannende Kurse und Workshops, bei welchen wir dank den Neuheiten zu noch besseren Ergebnissen kommen werden. Oder doch mindestens mehr Spass am Fotografieren erleben. Ich freue mich auf Ihren nächsten Besuch.

Freundliche Grüsse aus Köln          Hans R. Kunz

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